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    Kloud: Dritte Biermacht
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    Kloud: Dritte Biermacht
      Einsatz von hochwertigster deutscher Brautechnologie

      Mit dem Neubau einer Brauerei auf der grünen Wiese und der Markteinführung einer neuen Biermarke hat das südkoreanische Getränkeunternehmen Lotte Chilsung Beverage das bestehende Bier-Duopol in Südkorea aufgebrochen. Seit Anfang 2014 kann die neue Marke Kloud den Markt erobern.

      Seit der erstmaligen Platzierung des alkoholfreien Zitrone/Limone-Erfrischungsgetränks Chilsung Cider im Jahr 1950 hat sich die Lotte Tochtergesellschaft Lotte Chilsung Beverage im CSD-, Saft-, Wasser-, Kaffee-, Tee- und Spirituosensegment zu einem der größten Getränkehersteller Asiens entwickelt, im CSD-Bereich unter anderem auch durch die Lizenz als Pepsi-Cola Konzessionär für Korea. Bier fehlte bislang noch im Portfolio. Den südkoreanischen Biermarkt beherrscht derzeit das Duopol Oriental Brewery und HiteJinro, beide mit einer bewegten Geschichte und vielerlei Verflechtungen.

      Mitte Oktober 2013 ging der erste Sud in der neuen Braustätte in Produktion. Lotte errichtete die neue Brauerei in einem neu ausgewiesenen Industriegebiet in der 200.000 Einwohnerstadt Chungju in Zentral-Südkorea. Als Generalunternehmen für den Bau agierte ein weiteres Tochterunternehmen des Lotte-Konzerns, die Lotte Engineering & Construction. Die komplette Prozesstechnik vergab Lotte an Krones. Während das Sudhaus bereits auf eine Jahreskapazität von einer Million Hektolitern ausgelegt ist, wurde der Kaltbereich mit Gär- und Lagerkeller vorerst nur mit Tanks für eine Kapazität von 500.000 Hektolitern ausgestattet.

      Die drei Abfüllanlagen für Dosen (30.000 Dosen pro Stunde), Mehrweg-Glasflaschen (36.000 Flaschen pro Stunde) und Keg-Fässer (90 Keg pro Stunde) konfigurierte Lotte Chilsung Beverage selbst mit Aggregaten lokaler und europäischer Hersteller. Darunter finden sich auch eine ganze Reihe von Krones Maschinen, wie die Doppelend-Flaschenreinigungsmaschine Lavatec D5, eine Topmatic Etikettiermaschine mit Checkmat Etikettensitz-Inspektion und ein Contipac Packer. Auch die Abfüllanlagen sind bereits für eine Jahresabfüllleistung von einer Million Hektoliter konfiguriert, lediglich die Leistung der Keg-Anlage muss noch auf 180 Keg-Fässer pro Stunde verdoppelt werden.

      Einsatz von hochwertigster deutscher Brautechnologie

      Voraussetzung für diese Qualitätsoffensive mit dem 100-Prozent-Malz-Bier und dem Ziel, Qualitätsführer am koreanischen Biermarkt zu werden, war der Einsatz von hochwertigster deutscher Brautechnologie in der nagelneuen Braustätte. Das neue Steinecker Sudhaus ist ausgelegt auf eine Sudgröße von 400 Hektolitern Kaltwürze. Eingemaischt wird Malz, das mit konditionierter Trockenschrotung vorbereitet wird. Das Edelstahlsudhaus besteht aus zwei ShakesBeer EcoPlus Maischbottichen, einem Pegasus Läuterbottich mit 6,5 Metern Durchmesser und 664 Hektolitern Fassungsvermögen, einem Vorlaufgefäß als Tank sowie einem Whirlpool. Die Stromboli Würzepfanne mit klassischem Innenkocher ist mit Pfannendunstkondensator ausgestattet, welcher die Verdunstungswärme nutzt. Ein zweistufiger Würzekühler bedient in seiner ersten Stufe den Energiespeicher des EquiTherm Systems. Dieser Puffertank, der im Freien aufgestellt ist, bietet einen Nettoinhalt von 1.799 Hektolitern. Die hier gespeicherte Energie in Form von heißem Wasser dient zum Aufheizen des Maischbottichs.

      Das EquiTherm System arbeitet sehr energieeffizient. Energie ist ein ganz wichtiger Faktor in Südkorea, auch wenn bei Lotte Qualität und Geschmack im Vordergrund stehen und erst in zweiter Linie an Kostensenkung gedacht wird. Für die Würzepfanne wird nur Dampf benötigt. Ansonsten wird Heißwasser mit 98 Grad Celsius genutzt. Was für den Maischbottich nicht gebraucht wird, kann in der CIP für die Flaschenabfüllung, als Rinswasser für die Dosenabfüllung oder für Flaschen- und Dosenwärmer eingesetzt werden. Auch die Flaschenreinigungsmaschine soll an die Heißwasserversorgung angebunden werden.

      Erweiterung um 28 Kombitanks

      Der Hefekeller besteht aus fünf Hefetanks, einem Althefetank, einem Autolysetank sowie einem Propagator. Für Gärung und Lagerung unterscheidet Lotte in der ersten Stufe zwischen 18 Gärtanks, zwölf Lagertanks und sechs Kombitanks, die sowohl für Gärung als auch Lagerung genutzt werden können. Jeder dieser Tanks fasst 1.600 Hektoliter und damit je vier Sude. Zwei weitere Kombitanks sind für jeweils einen Sud ausgelegt. Der gesamte Keller ist mit dem TwinPro System verrohrt. Jeweils drei Tanks sind dabei zu einem Loop zusammengefasst und an einem Ventilblock zusammengeführt. Mit den hier eingebauten Doppelsitz-Ventilknoten lassen sich die Tankgruppen an die Hauptleitungen wie z. B. Würze-, Grünbier- oder Hefeernteleitung anbinden. Bei gleichbleibend hohem Hygienestandard trägt dieses Konzept zur Reduzierung der Investitions- und Betriebskosten im Gär- und Lagerkeller bei. Die Mitarbeiter haben auch erstmals mit der Krones Automatisierungssoftware Botec F1 gearbeitet. Dazu wurden Kurse an der Krones Akademie belegt.

      Den Markt Schritt für Schritt aufbauen

      Lotte will versuchen, den Markt Schritt für Schritt aufzubauen. Wenn Ende 2014 die zweite Baustufe mit dann einer Million Hektolitern Kapazität fertig gestellt sein wird, beginnt bereits das Engineering für eine zweite Braustätte, die nur wenige Kilometer entfernt errichtet werden soll, in der ersten Stufe zunächst für 2,5 Millionen Hektoliter, in der zweiten dann für fünf Millionen Hektoliter. Eine andere Dimension.

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