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Datenfluss im Lager – Steuerung der Ein- und Auslagervorgänge
Je nach Erfordernis können Logistiksysteme als manuelle oder mechanisierte Lösungen konzipiert werden. Beiden Lösungen gemeinsam liegt die Anbindung an ein Lagerverwaltungssystem zu Grunde, welche die Auftragsabwicklung steuert. Damit ist eine präzise Aussage über die Ein- und Auslagerungsvorgänge und die Echtzeitverwaltung der Lagerbestände möglich. Weiterhin verfolgen beide Konzepte die Einlagerung nach Chargennummer oder Mindesthaltbarkeitsdauer, so dass eine konsequente FiFo-Lagerführung stattfindet.
Für komplexere und größere Lagerkonzepte wird zusätzlich zum Lagerverwaltungssystems ein Materialflussrechner integriert. Die Materialflusssteuerung erfolgt nach dem Prinzip der Segmentverfolgung oder nach der Barcode-Erkennung auf Etiketten durch Scanner an vordefinierten Wegepositionen der fertigen Palette.
Die Molkerei Gropper, Bissingen, setzt in ihrer Hochregallagerlösung auf das Konzept der Segmentverfolgung: Hierfür wird in der Palettierung für jede Palette ein eindeutiger Datensatz gebildet, der parallel zum Materialfluss durch das System geführt wird. Die automatische und logische Weitergabe des Datensatzes ist durch die Verknüpfung von Material- und Datenfluss durchgängig gesichert. Der entscheidende Punkt für die Wahl der logischen Datenverfolgung gegenüber einer Etiketten-/Scanner-Lösung liegt in den Kostenvorteilen, die bei der Konzeption des Materialflusssystems ohne Etikettendruck- und Lesegeräte entstehen.
Der Materialflussrechner übernimmt bei Gropper die Datensammlung und -verdichtung und übergibt diese Daten direkt an das Management-System SAP/R3. Die Aufgaben der Bestellerfassung und Tourenplanung, der Lagerverwaltung oder der Tourenbereitstellung sowie der komplette Lagerbereich inklusive Stellplatzverwaltung werden damit vom SAP-System ausgeführt.

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